Mutter und Vater schwer verletzt, der zwölfjährige Bub tot. Ein Alko-Lenker zerstörte im Januar das Leben einer Familie. Montag stand er vor Gericht.
Mit einem lauten Knall änderte sich alles. Der 14. Jänner 2017 war der Tag, an dem ein Unfall einen 12-Jährigen aus dem Leben riss. Und eine Familie mit der Frage zurückließ: Warum?
Eine Frage, die auch der Gerichtsprozess Montag am Landesgericht in Linz nicht beantworten konnte.
Angeklagt war ein 36-jähriger Iraker, selbst Vater von vier Kindern. Der Mann stieg an eben jenem 14. Januar mit über zwei Promille in sein Auto, prallte gegen 21 Uhr auf der Traunuferstraße in Ansfelden (Bez. Linz-Land) frontal gegen das Auto einer portugiesischen Familie. Er war auf die Gegenfahrbahn geraten. Mutter und Vater wurden schwer verletzt, ihr Sohn starb auf der Rücksitzbank.
Wegen grob fahrlässiger Tötung wurde der Iraker Montag nun verurteilt (rechtskräftig). Allerdings: Das Urteil wird neue Fragen aufwerfen. Etwa: Ob das Urteil gerecht ist? Denn: Er muss nur für sechs Monate ins Gefängnis (weitere 12 Monate sind bedingt) – obwohl er mit zwei Promille im Blut ein Kind totgefahren hat.
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