"Ich habe acht Bier getrunken und dann einfach Lust bekommen, Auto zu fahren. Als die Polizei hinter mir war, bekam ich Panik", meinte ein 24-Jähriger in Badeschlapfen und kurzer Hose in St. Pölten vor Gericht.
Anfang April hatte der Rumäne einige Krügerl gekippt und sich ungefragt den Firmen-Peugeot seines Schwagers genommen. Ohne Führerschein, dafür mit reichlich Alkohol im Blut ging die wilde Fahrt in Linz los. Mit Tempo 160 glühte der Gasfuß über die "West" Richtung Wien, die Autobahnpolizei wurde schnell auf unsicheren Raser aufmerksam, wollte ihn stoppen, doch der 24-Jährige drückte das Gaspedal durch.
Eine insgesamt 40 Kilometer lange Wahnsinnsfahrt bis nach NÖ folgte. "Er ist immer wieder in Schlangenlinien gefahren. Er hat beschleunigt, dann abgebremst, wollte uns abdrängen. Einmal hat er sogar gewendet", so einer der Polizisten im Zeugenstand. Ein weiterer Beamter hatte den wilden Ritt des Rumänen gefilmt.
In Oed (Bezirk Amstetten) endete schließlich die Fahrt des Rumänen jäh - er krachte in einen Streifenwagen.
Das Urteil: Ein Jahr bedingte Haft wegen unbefugter Inbetriebnahme eines Fahrzeuges und Widerstandes gegen die Staatsgewalt (nicht rechtskräftig).