Seit September läuft das Projekt "Alkolock" des Verkehrsministeriums – bisher bei zwei Lenkern. 2018 sollen rund 20 "Alkolocks", etwa in Wien, folgen.
Eine Vorrichtung am Steuer, die eine Wegfahrsperre auslöst, sobald sie Alkoholgehalt im Atem misst: Das gibt es seit September. Beim Pilotprojekt des Verkehrsministeriums wurde bei zwei Lenkern ein "Alkolock" eingebaut, so der "Kurier". Die beiden Alkolocks gibt es in Tirol und Niederösterreich. "Es sind derzeit 20 Anträge in Bearbeitung", heißt es vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASBÖ). Unter anderem sind für 2018 auch in Wien Alkolocks geplant.
So funktioniert das "Autofahren auf Bewährung"
Der Einbau einer solchen elektronischen Wegfahrsperre ist frühestens nach zwei Monaten Führerschein-Entzug – nachdem ein Alkolenker erwischt wurde – möglich. Dann muss der zuvor ertappte Alkolenker den Alkolock mindestens sechs Monate lang verwenden. Der Motor des Autos lässt sich erst dann starten, wenn eine Atemprobe abgegeben wurde – und diese weniger als 0,1 Promille aufweist. Ist die Alkoholisierung höher, zeigt das Gerät "Test nicht OK" und die Anzeige leuchtet rot. Das vom Samariterbund verwendete Gerät "Dräger Interlock 7000" erkennt sogar Mundalkohol: Wenn der Fahrer also eine alkoholhaltige Praline gegessen hat, lässt sich das Auto nicht starten. Auch während der Fahrt verlangt das Gerät immer wieder Kontrolltests.
2.100 Euro für Teilnahme am Alkolock-Programm
Ein Alkolock kostet 1.500 Euro, der Einbau 300 Euro. Die Teilnahme am Alkolock-Programm beläuft sich auf insgesamt 2.100 Euro. Denn: Die Teilnehmer absolvieren auch regelmäßig Mentoring-Gespräche (die rund 150 Euro pro Gespräch kosten).
(gem)