Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) und Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), präsentierten am Mittwoch in Wien ein Verkehrssicherheitspaket für Schülertransporte. Neben dem längst fälligen Alkoholverbot sollen mit der Initiative "Sicher in die Schule" auch die Ausbildungsvorschriften für Schülertransporte überarbeitet werden. Dazu sollen in einem Pilotprojekt ÖBB-Postbusse, die Schüler befördern, mit Alkolocks ausgestattet werden.
Verkehrsministerin Doris Bures (SPÖ) und Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV), präsentierten am Mittwoch ein Verkehrssicherheitspaket für Schülertransporte. Neben dem längst fälligen Alkoholverbot sollen die Ausbildungsvorschriften für Schülertransporte überarbeitet werden. Dazu sollen in einem Pilotprojekt ÖBB-Postbusse, die Schüler befördern, mit Alkolocks ausgestattet werden.
Jedes Jahr ereignen sich bei Schülertransporten 25 bis 30 Unfälle mit insgesamt rund 40 Verletzten. Ein Drittel der Unfälle bei Schülertransporten passiert mit Pkw oder Kleinbussen. Alokolocks für ÖBB-Schulbusse
In einem Pilotprojekt sollen noch im Mai 30 ÖBB-Postbusse in Vösendorf mit Alkolocks ausgestattet werden. Die Kosten von rund 60.000 Euro - 1.500 bis 2.000 Euro kostet der Einbau eines Alkolocks - werden von den ÖBB getragen. Das Alkohol Interlock System stellt sicher, dass Lenker nur dann ein Fahrzeug in Betrieb nehmen können, wenn bei der Abgabe einer Atemluftprobe der Grenzwert nicht überschritten wird. Wenn es sich als "sinnvoll" herausstellt, sollen "sukzessive alle 2.200 ÖBB-Busse mit Alkolocks ausgestattet werden".
Bei der Ausbildung der Buslenker soll es ebenso Neuerungen geben: Derzeit reichen drei Jahre B-Führerschein, fünfjährige Unbescholtenheit im Straßenverkehr sowie ein oranges Schild, um bis zu acht Schüler in Kleinbussen zu transportieren - bei einer erlaubten Promille-Grenze von 0,5. Eine Novelle soll nun die 0,0-Promillegrenze garantieren. Außerdem soll auf die besonderen Risikosituationen im Schülertransport und im Umgang mit Kindern eingegangen werden. Die Lenker sollen in den Fahrtechnikzentren von ÖAMTC und ARBÖ ausgebildet werden.