Teenie streamt Crash und Tod ihrer Schwester live

Obdulia S. (18) streamte während der Autofahrt. Jetzt ist ihre 14-jährige Schwester tot.
Obdulia S. (18) streamte während der Autofahrt. Jetzt ist ihre 14-jährige Schwester tot.Bild: Screenshot Facebook, Merced County Sheriff

Angeheitert und mit dem Handy in der Hand verursachte eine 18-jährige US-Amerikanerin einen tödlichen Unfall: "Ich habe meine Schwester getötet!"

"Don't drink and drive", wird regelmäßig in Verkehrssicherheitskampagnen gewarnt. Im Falle einer jungen US-Amerikanerin müsste man allerdings noch ein "don't stream" anhängen...

Die 18-Jährige Obdulia S. aus Fresno war in alkoholisiertem Zustand mit ihrem Auto verunfallt, während sie den Crash und dessen blutige Folgen live via Instagram gestreamt hatte.

Wie "ABC30" berichtet, war die junge Alkolenkerin nicht alleine in ihrem Wagen: Auf der Rückbank saßen noch zwei 14-jährige Mädchen, darunter auch Obdulias Schwester Jacqueline.

Jacqueline überlebte den Crash nicht. Als sich das Auto überschlug, wurde das Mädchen durch die Heckscheibe katapultiert. Die andere 14-Jährige wurde schwerst verletzt, wie ein Polizist mitteilte. Beide Mädchen sollen nicht angeschnallt gewesen sein.

"Habe meine Schwester getötet"

Die Unglückslenkerin überstand den Unfall beinahe unbeschadet. Ihr Handy filmte den ganzen Crash. Als das Auto zum Stillstand gekommen war, setzte sie ihren Livestream fort.

"Ich habe verdammt noch Mal meine Schwester getötet! Okay... Ich weiß, dass ich dafür lebenslang ins Gefängnis muss. Das weiß ich ... Aber es ist mir total egal. Es tut mir leid, Baby."



Durch Zufall nahm eine Zuseherin den Livestream auf. Sie habe nicht gewusst, ob die Aufnahmen echt seien, aber weil überall junge Menschen mit Handy am Steuer herumkurven würden, verbreitete sie die Aufnahmen in den Sozialen Medien.

Teenagerin wegen fahrlässiger Tötung angezeigt

Familienmitglieder der Schwestern bestätigten die Echtheit der Übertragung gegenüber der Polizei. Jaqueline hätte diesen Sonntag ihren 15. Geburtstag gefeiert. Die Familie hat eine Spendenkampagne gestartet – die 10.000 US-Dollar sollen für das Begräbnis aufgewendet werden.



Ihre Schwester Obdulia befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Sie muss sich jetzt wegen Trunkenheit am Steuer und fahrlässiger Tötung verantworten.

(red)

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