Die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hat am Freitagabend einen detaillierten Zeitplan für die verabschiedet. Der Ort, an dem die rund 1000 Tonnen tödlicher Kampfstoffe zerstört werden sollen, ist aber noch nicht geklärt.
Schritt für Schritt
Die gefährlichsten Kampfstoffe werden bis Jahresende aus Syrien herausgeschafft, alle weiteren Kampfmittel und deren Vorläufer müssen bis zum 5. Februar abtransportiert werden. Die einzige Ausnahme gilt für Isopropanol, eine Flüssigkeit, mit deren Hilfe das Nervengas Sarin hergestellt werden kann.
Je nach "Risikograd" müssen außerdem alle C-Waffen-Standorte zwischen Mitte Dezember und dem 15. März unschädlich gemacht werden, vernichtet werden die "wichtigsten" Kampfstoffe dann bis April, alle anderen bis Ende Juni 2014.
Abschluss Mitte 2014
Der Umfang der syrischen Chemiewaffen wird auf mehr als eintausend Tonnen geschätzt. Nach OPCW-Angaben sind von den 23 erklärten Chemiewaffenstandorten in dem Bürgerkriegsland alle bis auf einen fristgerecht überprüft worden. Gemäß der vom UN-Sicherheitsrat im September verabschiedeten Resolution 2118 muss das Arsenal bis Mitte 2014 vollständig vernichtet werden.
Vernichtung ist heikel
Die nun bevorstehende Zerstörung der Chemiewaffen gilt als besonders heikel, auch weil sich bisher noch kein Land bereit erklärte, diese auf eigenem Staatsgebiet durchführen zu wollen. Die US-Regierung soll an Albanien, Norwegen, Frankreich und Belgien die Bitte um Zerstörung der Kampfmittel herangetragen haben. Norwegen hatte sie bereits Ende Oktober abschlägig beschieden, allerdings signalisiert, dass es einen Transport der Waffen unterstützen will.
Albanien machte seine Weigerung am Freitag publik. Das Land war ins Gespräch gekommen, weil es 2007 seine C-Waffenbestände aus früheren, kommunistischen Zeiten zerstört hatte. Frankreich und Belgien haben sich bisher nicht geäußert.