Alle Spuren verliefen im Sand

Bild: Reuters
Kurz vor Weihnachten wurde Dominik N. (26) im Jemen entführt. Seither fehlt von dem sympathischen Wiener Arabistik- Studenten jede Spur.


Dienstag musste das Außenministerium eingestehen: "Es gibt keinerlei Hinweise auf den Aufenthaltsort der Geisel. Alle Spuren verliefen im Sand." Zwar hatten sich gleich nach der Entführung einige Stämme zu der Tat bekannt.

Es handelte sich aber nur um Trittbrettfahrer, die auf schnelles Geld aus waren. "Es gibt kein Bekennerschreiben und keine Forderungen", so Ministeriumssprecher Martin Weiss. Sicher dürfte nur sein, dass Dominik von Al-Kaida-Terroristen entführt wurde.

Diplomaten und Sicherheitsleute wurden in die jemenitische Hauptstadt Sana’a geschickt. Das Team ist auf einen längeren Aufenthalt eingestellt. "Es gab schon Fälle, wo es erst nach vier bis fünf Monaten eine Forderung gab", so Weiss. Das Warten zermürbt Dominik N.s Eltern. Sie zittern weiter um ihren Sohn.

Thomas Peterthalner
Nav-Account heute.at Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen