Alle überlebenden 27 Flüchtlinge stellten Asylantrag

In Siegendorf wurde am Dienstag (19.10.2021) ein Kleinbus gestoppt. Darin befanden sich 30 zusammengepferchte Personen, zwei von ihnen waren bereits tot.
In Siegendorf wurde am Dienstag (19.10.2021) ein Kleinbus gestoppt. Darin befanden sich 30 zusammengepferchte Personen, zwei von ihnen waren bereits tot.Thomas Lenger
Die 27 Flüchtlinge aus Siegendorf haben mittlerweile alle einen Asylantrag gestellt. Zwei Männer (33, 37) waren im Kastenwagen erstickt.

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Die beiden Flüchtlinge (33, 37), die tot in einem Kastenwagen im Burgenland gefunden worden waren, sind qualvoll erstickt. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Donnerstagvormittag auf Nachfrage.

Wie berichtet war am Dienstag in Siegendorf (Bgld.) ein verdächtiger Renault-Lenker von Heer und Polizei angehalten worden. Der Lenker sprang aus dem Fahrzeug und verschwand in einem Waldstück. Die Beamten befreiten 29 Flüchtlinge aus dem Frachtraum des Klein-Lkw.

Für zwei junge Männer kam jedoch jede Hilfe zu spät - sie waren tot. 27 Flüchtlinge (großteils Syrer, Kurden) wurden versorgt und von der Polizei gut untergebracht.

„Sie sind wichtig als Zeugen“, so ein Ermittler. Alle 27 Flüchtlinge (17 bis 47 Jahre) haben laut LPD Burgenland mittlerweile einen Asylantrag gestellt. Die Fahndung nach dem mutmaßlichen Schlepper ist nach wie vor im Gange.

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