Seit Anfang April kontrollieren die Lebensmittelbehörden die Umsetzung der so genannten Allergen-Verordnung. Entgegen einer Zusage, im ersten Jahr ein Auge zuzudrücken, wurden nun in Wien die ersten Gastronomen und Cafétiers gestraft. Sehr zum Ärger der Gastronomen und Wirtschaftskammer.
Seit Anfang April kontrollieren die Lebensmittelbehörden die Umsetzung der so genannten . Entgegen einer Zusage, im ersten Jahr ein Auge zuzudrücken, wurden nun in Wien die ersten Gastronomen und Cafétiers gestraft. Sehr zum Ärger der Gastronomen und Wirtschaftskammer (WK).
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hätte laut WK Wien zugesagt, im ersten Jahr nicht zu strafen, sondern die Wirte zu beraten und bei der Umsetzung zu unterstützen. Noch im November des Vorjahres hätte es eine entsprechende Weisung des Gesundheitsministeriums an alle heimischen Lebensmittelaufsichtsbehörden gegeben.
Erste Strafen verhängt
Entgegen dieser Zusage seien nun in Wien die ersten Gastronomen und Cafétiers gestraft worden. Und das, obwohl die Umsetzung einen enormen bürokratischen und organisatorischen Aufwand (Stichwort: Schulungs- und Dokumentationspflicht) gerade für die kleineren Unternehmer bedeute, wie WK Wien-Präsident Walter Ruck kritisiert. Er appelliert daher an die zuständigen Behörden und das Gesundheitsministerium, die Zusage einzuhalten und im ersten Jahr keine Strafen zu verhängen.
Wirte ärgern sich
"Der bürokratische Aufwand für uns Wirte ist enorm, vor allem, wenn wir eine Tageskarte anbieten", erklärt der Chef des "Bastei-Beisls", Erwin Scheiflinger. Bei den Tageskarten würde man täglich frische Produkte vom Markt holen, die dann in der Karte erklärt werden müssten. "Wenn einmal der Chef krank ist und ein Mitarbeiter diese Aufgabe übernimmt, kann es zu Ungenauigkeitne kommen. Wenn der Betrieb dann abgestraft wird, finde ich das ungerecht", beklagt sich Scheiflinger.