Allergiker erbt von Mutti 50 Katzen, vernachlässigte sie

Ein 65-Jähriger hatte von seiner Mutter vor sieben Jahren rund 50 Katzen geerbt. Der Allergiker kümmerte sich zu wenig um die Tiere – ein Nachbar deckte die Zustände auf.
Eine ganze Kolonie von Katzen hatte ein Weinviertler nach dem Tod seiner Mutter unfreiwillig vor rund sieben Jahren geerbt. Denn noch am Totenbett hatte der Sohnemann seiner scheidenden Mutter versprochen, sich um die Tiere brav zu kümmern. Nur: Freude mit den Viecherln hatte der Katzenhaar-Allergiker keine, soll sie laut Anklage teilweise im Keller eingesperrt haben – ohne Wasser, Frischluftzufuhr und Katzenklos. Und: Die Katzen waren nie sterilisiert worden – dies lehnte die Mutter schon zu Lebzeiten aus religiösen Gründen ab.

Im Herbst 2018 musste der 65-Jährige wegen einer Operation ins Spital, ein Nachbar kümmerte sich um die Katzen und erschrak, als ihm im Haus ein bestialischer Geruch entgegenkam.

Geldbuße und nie wieder Katzen

Die gerufene Amtstierärztin schlug die Hände zusammen, über 20 Katzen kamen ins Heim („Heute" berichtete). Vor Gericht in Korneuburg zeigte sich der 65-Jährige heute geständig. Die Amtstierärztin berichtete im Zeugenstand von völlig durchnässten Katzen in deren Kot und Urin. "Der Geruch war unerträglich."

CommentCreated with Sketch.8 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Urteil: Der Richter bot dem Rentner eine Diversion an - eine Geldbuße von 500 Euro zuzüglich 150 Euro Pauschalkosten für das Verfahren - dann wäre die Sache erledigt. Der 65-Jährige war damit einverstanden und gelobte, nie wieder Katzen zu halten. (Lie)

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