Unbeständiges, aber für die Jahreszeit recht mildes Wetter. So fasst der Wetterdienst Ubimet das Wetter für das bevorstehende, lange Wochenende zusammen.
„Zu Allerheiligen und Allerseelen kann man die dicke Daunenjacke im Schrank hängen lassen, denn bei Höchstwerten zwischen 10 und 16 Grad wird man beim Besuch auf dem Friedhof nicht frösteln müssen,“ sagt Thomas Rinderer, Meteorologe bei Ubimet.
Der Allerheiligentag wird dabei der schönste Tag des langen Wochenendes werden. „Nach Auflösung von Nebel und Hochnebelfeldern überwiegt bei ein paar vorüberziehenden Wolken meist im gesamten Land der Sonnenschein. Erst im Laufe des Nachmittags werden in Vorarlberg und Tirol die Wolken dichter, es bleibt aber trocken,“ verspricht der Meteorologe.
Etwas unbeständiger verläuft das Wetter dann zu Allerseelen. Die Sonne zeigt sich nur noch ab und zu und gebietsweise kann es auch ein wenig regnen.
Turbulenter Sonntag
Mehr Schwung kommt dann am Sonntag in das österreichische Wettergeschehen. Im Laufe der Vormittagsstunden erreicht eine Kaltfront das Land, die besonders vom Bodensee bis zum Donauraum mit teils stürmischen Böen durchzieht. Die Schneefallgrenze kann dann an der Alpennordseite kurzzeitig gegen 1.000 Meter sinken.
Sonnige und warme Ausflugsziele nur in weiter Ferne
Wer die freien Tage zu einem Ausflug in sonnige und wärmere Gefilde nutzen will, der muss sich in das Flugzeug setzen, denn das Wochenende bringt auch unseren südlichen Nachbarländern unbeständiges Wetter. Viel Sonnenschein gibt es hingegen an der Costa Blanca in Spanien oder auf Zypern. Bei bis zu 27 Grad und Wassertemperaturen um 23 Grad herrscht hier sogar Badewetter.
Lesen Sie weiter: So warm war der OktoberMinus fünf Grad am 3. in Klausen-Leopoldsdorf (NÖ), 26,4 Grad am 22. in Feldkirch (V), dazwischen ein veritabler Wintereinbruch in West-Österreich - der Oktober hat heuer allerlei April-Allüren an den Tag gelegt. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik handelte es sich um einen der 25 wärmsten Oktober seit Messbeginn im Jahr 1767.
Der Niederschlag lag österreichweit um 20 Prozent über dem vieljährigen Mittel. Dabei gab es große regionale Unterschiede. Von Vorarlberg bis Salzburg und bis Oberkärnten war es sehr nass, mit 50 bis 150 Prozent mehr Niederschlag als im Mittel. In der östlichen Steiermark und im Burgenland war es hingegen sehr trocken, mit 40 bis 60 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel.
Im Westen fiel in der ersten Oktober-Hälfte ungewöhnlich früh Schnee bis in tiefe Lagen. ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik: "Im Inntal zum Beispiel ist eine geschlossene Schneedecke vor dem 15. Oktober sehr selten und kommt statistisch gesehen nur alle 40 bis 60 Jahre vor. Im Raum Seefeld ist Schnee im Oktober nicht ungewöhnlich. Aber so viel wie heuer, mit 47 Zentimeter Schnee am 10. Oktober, gibt es hier durchschnittlich nur alle 20 Jahre."
Die Temperatur lag 1,1 Grad über dem vieljährigen Mittel. "So warm war es in einem Oktober zuletzt im Jahr 2006", so Orlik. Die Sonnenscheindauer lag österreichweit um zehn Prozent über dem Schnitt. Besonders sonnig war es im Traun-, Mühl-, Most- und Waldviertel, mit einem Sonnenschein-Plus von 30 bis 100 Prozent. Den meisten Sonnenschein gab es mit 185 Stunden auf der Schmittenhöhe (S, 1.956 Meter).