Als Baby vertauscht: Spital Graz muss zahlen

Bild: Facebook
Die Grazerin Doris Grünwald (26) wurde als Neugeborene im Krankenhaus vertauscht. Nun wurde ihrer Familie 60.000 Euro Schadenersatz zugesprochen.
Sie wurde am 31. Oktober 1990 im LKH Graz geboren. Dass ihre Mutter sie nicht auf die Welt gebracht hatte, erfuhr Doris Grünwald erst 25 Jahre später. Bei einer Blutuntersuchung kam heraus, dass sie als Baby verwechselt wurde.

Verzweifelt sucht die 26-Jährige nach ihrer leiblichen Mutter (heute.at berichtete) – bisher erfolglos. 30 Frauen machten bereits einen DNA-Test, doch es konnte kein passendes Paar gefunden werden.

Geld statt Wahrheit

Kleiner Trost für Familie Grünwald: Das Landesgericht für Zivilrechtssachen hat das Spital nun zu einem Schadenersatz verpflichtet. Die Betroffenen erhalten jeweils 30.000 Euro. Zudem müssen die Kosten der Adoption von Doris Grünwald übernommen werden.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Das Krankenhaus erklärte beim Prozess, im fraglichen Zeitraum sei kein anderes Baby mit nur zwei Kilo auf die Welt gekommen, wie Doris. Eine Verwechslung des Kindes muss wenige Stunden nach der Geburt, noch vor dem Erstkontakt passiert sein, befindet nun auch das Gericht. (sk)
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