Alterslüge von Flüchtling (23) kostete Land 28.341 Euro

Der Angeklagte
Der AngeklagteTrimmel Sascha
Ein Afghane hatte sich knapp zwei Jahre jünger gemacht, kostete somit dem Land NÖ 28.341 Euro. Der 23-Jährige flog durch ein klassisches Eigentor auf.

Ein heute 23-jähriger Afghane war im Flüchtlingsjahr 2015 nach Europa gekommen. Er wurde damals in Ungarn festgenommen, dort wurden seine Fingerabdrücke genommen und seine Identität festgestellt. Dann kam der Afghane nach Österreich und suchte um Asyl an, log dabei aber beim Geburtsdatum, gab an, am 1. Jänner 1999 das Licht der Welt erblickt zu haben.

Wollte nicht mehr am 1.1. feiern

Der junge Mann bekam in der Folge einen Aufenthaltstitel und arbeitet. Doch dann wollte der 23-Jährige nicht mehr am Neujahrstag Geburtstag haben und forderte von seinen Eltern die Originaldokumente an. Diese belegten schwarz auf weiß: Der Mann ist am 3. Juli 1997 geboren.

Somit hätte der junge Afghane 18 Monate lang keinen Anspruch auf eine Versorgung für unbegleitete Minderjährige gehabt. Denn: Die Unterbringung und Versorgung ist für das Land NÖ weit kostenintensiver für minderjährige Flüchtlinge als für Erwachsene. Schaden für das Land Niederösterreich: 28.341 Euro.

Bedingte Haftstrafe

Der Richter zeigte beim Prozess am Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt wenig Verständnis für den Schwindel und verurteilte den Afghanen zu acht Monaten bedingter Haft wegen Betruges (nicht rechtskräftig).

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