Der Energiekonzern Vattenfall hat die finale Investitionsentscheidung für einen gewaltigen Batteriespeicher am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein getroffen.
Der Speicher soll eine Kapazität von bis zu 1.000 Megawattstunden haben und eine Leistung von 254 Megawatt. Damit ist er eines der größten Speicherprojekte in Deutschland. Die Anlage kann rechnerisch mehr als 500.000 Haushalte gleichzeitig mit Strom versorgen.
Wie chip.de meldet, handelt es sich um das größte Batterievorhaben des Konzerns. Die Batterie soll bis Ende 2028 fertiggestellt und ans Netz gebracht werden. Verbunden wird sie mit dem 380-Kilovolt-Netz des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz.
Das Atomkraftwerk Brunsbüttel war 1976 in Betrieb gegangen. Nach mehreren Pannen wurde der Siedewasserreaktor an der Elbe jedoch 2007 dauerhaft abgeschaltet. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 wurde das Kraftwerk endgültig stillgelegt. Der Rückbau läuft seit 2019 und soll bis 2034 abgeschlossen werden.
"Je stärker Wind- und Solarenergie ausgebaut werden, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicher wie diese, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und fossile Energieimporte zu ersetzen", sagte Claus Wattendrup, Leiter des Bereichs Solar und Batterien bei Vattenfall.
Mit dem Projekt verdoppelt Vattenfall seine bisherige Batteriespeicherleistung von 270 Megawatt nahezu. Bis 2029 soll das gesamte Speicher-Portfolio des Konzerns auf bis zu 1,5 Gigawatt anwachsen.