Ein Team der University of California in Los Angeles hat gezeigt, dass alte Smartphones noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Ihr Projekt PhoneBot setzt ausgediente Handys als Gehirn eines zweibeinigen Roboters ein.
Das Telefon sitzt dabei über den Beinen und liefert Kamerabilder sowie Daten von Bewegungssensoren. Es berechnet die nötigen Bewegungsbefehle und schickt diese per WLAN an einen kleinen Rechner für die Motorsteuerung.
Wie Forschung und Wissen berichtet, funktioniert das System sogar mit einem Honor 9 aus dem Jahr 2017. Die am 6. Oktober 2026 veröffentlichte Vorveröffentlichung zeigt einen realen Prototyp, der laufen, einer Person folgen und sogar wieder aufstehen kann.
Der PhoneBot ist rund 48 Zentimeter hoch und wiegt mit Smartphone nur 1,8 Kilogramm. Die Hardware ohne Handy kostet laut den Forschern etwa 400 US-Dollar. Damit ist die Plattform deutlich günstiger als herkömmliche Forschungsroboter.
Die Idee hat eine Vorgeschichte: Das 2020 vorgestellte Projekt OpenBot kombinierte Android-Handys bereits mit einem rollenden Fahrgestell. Der Wechsel von Rädern zu Beinen ist allerdings eine große Herausforderung, weil der Roboter dabei ständig sein Gleichgewicht halten muss.
Die bisherigen Tests fanden auf ebenem Untergrund statt. Für Türschwellen, unebene Böden oder längeren Betrieb wären weitere Nachweise nötig. Trotzdem zeigt das Projekt: Alte Smartphone-Technik kann durchaus noch anspruchsvolle Aufgaben übernehmen, statt nur in der Schublade zu verstauben.