Alle Fakten sprechen für einen Selbstmord des kasachischen Ex-Diplomaten Rakhat Aliyev (52). Seine Witwe aber glaubt nicht an eine Verzweiflungstat in der Zelle. Am Montag erklärt sie öffentlich, warum.
Der Verdacht ist ungeheuerlich: Wenn sich Rakhat Aliyev vergangenen Dienstag in seiner Einzelzelle nicht selbst stranguliert hat, muss er von einem Arzt oder Wachebeamten ermordet worden sein. Es gibt nicht den leisesten Hinweis darauf. Auch Spuren eines verbotenen Barbiturats im Körper des Toten sind kein Indiz, weil sich vermögende Häftlinge viel Verbotenes besorgen können.
Trotzdem glaubt Aliyevs Witwe, Mag. Elnara Shorazova, nicht an Selbstmord – und wird am Montag im Wiener Café Landtmann erklären, warum. Die eingebürgerte Österreicherin ist steinreich (besitzt 60 Prozent des Mediaquarters in St. Marx) und erbt jetzt zudem ein Millionen-Vermögen.
Sie fordert eine zweite Obduktion in der Schweiz, die Beiziehung von FBI-Ermittlern und will ihren Mann (Doppelmord-Verdacht) posthum rehabilitieren. Der Prozess gegen seine mutmaßlichen Komplizen beginnt Ende März.