Niederösterreich

Am Rücken der Mitarbeiter - Spitalskrise wird Politikum

Das Spital Wr. Neustadt soll laut SP aus dem letzten Loch pfeifen, die VP Wiener Neustadt spricht von Panikmache.
20.03.2022, 15:42

Derzeit sind viele Mitarbeiter des Landesklinikums Wiener Neustadt im Krankenstand - nicht dringende OPs oder Therapien werden verschoben. Mehrere Angestellte, Insider sowie SP-Vize Rainer Spenger sprachen Klartext - mehr dazu hier.

"Gehts noch, Herr Spenger?"

VP-Stadtrat Franz Dinhobl konterte schließlich per Aussendung: "Unser Land kämpft im Moment mit den höchsten Zahlen an Infizierten seit Beginn der Pandemie – und das trifft auch das Gesundheitswesen mit voller Wucht. Die Mitarbeiter des Landesklinikums arbeiten täglich über dem Limit, um die quarantäne-bedingten Ausfälle zu kompensieren und den Menschen weiterhin die beste medizinische Versorgung bieten zu können. Genau diese Ausnahmesituation nimmt die SPÖ jetzt zum Anlass, um den Ärzten sowie dem Pflegepersonal ein Totalversagen vorzuwerfen, weil aufgrund der Covid-Zahlen außergewöhnliche Maßnahmen notwendig geworden sind. Frau Vorderwinkler, Herr Spenger… geht’s noch? Statt Härte ist gerade jetzt Herzlichkeit gefragt. Die SPÖ hat eine gute Möglichkeit verpasst, einfach mal jenen Menschen zu danken, die sich täglich aufopfern, um das Gesundheitswesen in einer schwierigen Situation am Laufen zu halten."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Und genau das hat SP-Vize Rainer Spenger auch explizit getan: Er dankte den Mitarbeitern des Landesklinikums Wiener Neustadt - mehr dazu hier.

"Unwahrheiten"

Zur Aussendung von Franz Dinhobl hält Wiener Neustadts SP-Klubobmann Christian Hoffmann am heutigen Sonntag fest: „Das KH Baden-Mödling im Notfallbetrieb, eine Strukturmangelanzeige in Wiener Neustadt, viele unbeantwortete Fragen, dutzende Ärzte und Pfleger, die sich melden und von untragbaren Arbeitsbedingungen im Landesklinikum berichten – und der ÖVP, repräsentiert durch Landtagsabgeordneten Franz Dinhobl fällt nichts anderes ein als jene zu attackieren, die diese Missstände aufzeigen. Dass Herr Dinhobl dann noch dazu Unwahrheiten verbreitet, passt ins Bild des türkis-schwarzen Ablenkungsmanövers. Denn: Wesentlicher Teil unserer Botschaft war das Lob für die Beschäftigten, die unter extremen Arbeitsbedingungen Tolles leisten. Und Kritik an jenen, die politisch und organisatorisch diese Misere zu verantworten haben – nämlich die ÖVP Niederösterreich und die Landesgesundheitsagentur.“

Am morgigen Montag findet in Wiener Neustadt ein Presse-Hintergrundgespräch mit Verantwortlichen der Spitäler Wr. Neustadt, Baden-Mödling statt.