Amazon lässt Mitarbeiter aus Versehen TikTok löschen

Stellt die App Tiktok ein Sicherheitsrisiko dar?
Stellt die App Tiktok ein Sicherheitsrisiko dar?picturedesk.com
In einer E-Mail hat Amazon seine Mitarbeiter dazu aufgefordert, die chinesische App TikTok zu löschen. Dann ruderte man aber wieder zurück.

Amazon hatte am Freitag eine E-Mail an seine Mitarbeiter verschickt, in welcher diese aufgefordert wurden, die chinesische App TikTok von ihren Smartphones zu löschen. Falls dies nicht geschehe, würden sie den Zugriff zu ihrem Arbeitskonto auf dem Handy verlieren, berichtet Vox.com. Denn TikTok stelle ein "Sicherheitsrisiko" dar, so die E-Mail.

Nur wenige Stunden später hat Amazon diese Weisung bereits wieder zurückgezogen. Es habe sich bei der zuvor versendeten E-Mail um eine Fehlmeldung gehandelt. Es sei zu keiner Änderung der Unternehmens-Richtlinien gekommen, was die App TikTok angehe.

Die ursprüngliche Weisung, die App zu löschen, kam nur wenige Tage, nachdem der US-Außenminister Mike Pompeo angekündigt hatte, dass die Regierung Apps wie beispielsweise TikTok genauer unter die Lupe nehme und auch Überlegungen anstelle, sie allenfalls sperren zu lassen. Grund dafür war die Befürchtung, dass die chinesische Firma Bytedance, zu der TikTok gehört, private Daten ihrer Nutzer mit der chinesischen Regierung teile. TikTok hat diese Anschuldigung aber stets zurückgewiesen. Man gebe keine Daten an die Behörden weiter.

Viele Fragen bleiben offen

"Die Sicherheit unserer Nutzer steht bei uns an erster Stelle", heißt es in einem Statement von TikTok. "Wir sind vollends dazu verpflichtet, die Privatsphäre unserer User zu schützen. Amazon hat zwar vor seiner E-Mail nicht mit uns kommuniziert und wir verstehen seine Befürchtungen auch nicht, dennoch würden wir einen Dialog begrüßen, um die Probleme zu besprechen und es seinen Mitarbeitern zu ermöglichen, unsere Dienste weiterhin zu nutzen."

Unklar ist derweil, was die "Sicherheitsrisiken", von welchem in der E-Mail von Amazon die Rede war, genau sind. Dazu hat sich der Konzern nicht weiter geäußert. Ebenfalls unklar ist, wie es zur versehentlichen Versendung der E-Mail kommen konnte. Außerdem bleibt offen, ob es in Zukunft zu einer ähnlichen Weisung kommen könnte und wie diese tatsächlich umgesetzt werden würde.

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