Amazon will künftig auch Fleisch verkaufen

Nach der Pleite von Quelle schickt sich Amazon an, in Deutschland Nummer eins unter den Versandhäusern zu werden. Einem Medienbericht zufolge will der ehemalige Buch- und CD-Händler sein Sortiment erweitern - und könnte schon bald auch Fleisch verkaufen.
Nach der Implosion von Quelle stürmen die ehemaligen Mitarbeiter die Arbeitsämter. Bei dem eigens im Betrieb eingerichteten "Miniarbeitsamt" in Nürnberg registrierten sich allein gestern 800 Menschen; bis zum Wochenende könnten sich Schätzungen zufolge bis zu 4000 Arbeitnehmer beraten lassen.

Das lukrative Auslandsgeschäft des Unternehmens soll "filetiert" werden, Quelle-Österreich könnte etwa an Konkurrent Otto gehen.

Amazon in Lauerstellung

Während die Versandhäuser um die Reste von Quelle streiten, hat sich im Internet ein mächtiger Konkurrent entwickelt: Amazon. Längst mehr als ein Buch- und CD-Handel ist das US-Unternehmen in Deutschland bei den Versandhäusern schon auf Platz drei.

Amazon hat sein Sortiment in den vergangenen Jahren systematisch erweitert. 94 Millionen Menschen kaufen weltweit bei der Online-Kaufhaus ein.

Fleisch und Musik

Ob T-Shirts, Musikdownloads, Digitalkameras, Haushaltsgeräte oder Kosmetika - Amazon bietet mittlerweile Produkte für alle Lebensbereiche. Nicht nur das: Wie die WirtschaftsWoche (WiWo) berichtet, plant Amazon in Kooperation mit einem deutschen Fleischhändler, künftig auch edle Fleischwaren zu verkaufen.

Das Erfolgsgeheimnis

Laut einer in der WiWo zitierten Studie der Werbeagentur BBDO ist der Markenname Amazon in Deutschland bekannter als Aldi oder Ikea.

Das Geheimnis dahinter: Amazon ist mehr als ein Online-Kaufhaus. Das Unternehmen vermietet Server an Firmen und entwickelt selbst an Produkten wie dem Ebook Kindle mit. Zudem kommen ein Drittel aller feilgebotenen Waren von Privatleuten, die Amazon etwa als Plattform für den Gebrauchtwagenverkauf nutzen.

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