Welt

Amerikaner bestellt sich Königskobras in der Dose

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:42

Auf einen US-Amerikaner wartet jetzt eine lange Haftstrafe: Er hatte sich illegal Giftschlangen aus Hong Kong schicken lassen – in einer Dose für Kartoffel-Chips.

Der US-amerikanischen Zollbehörde ging ein ganz besonderer Fang ins Netz: In einer Postsendung entdeckten sie mehrere lebende Königskobras (Ophiophagus hannah).

Rodrigo F. (34) muss sich jetzt wegen illegalen Schmuggels geschützter Tiere vor Gericht verantworten – am Dienstag (25. Juli) wurde die Anklage verlesen.

Aufgeflogen waren seine Machenschaften bei einer Paketkontrolle durch die US-Zollbehörde im März. In der betreffenden Sendung entdeckten die Beamten drei Königskobras. Die über einen halben Meter langen Giftnattern waren in alte Kartoffelchips-Dosen eingerollt. Die Tiere wurden von den Beamten konfisziert.

Nach der Lieferung stand Polizei vor der Tür

Drei kleine Albino Weichschildkröten (Pelodiscus sinensis), welche ebenfalls in dem Paket gefunden worden waren, wurden unterdessen an Rodrigo F. zugestellt.

Wenig später trudelten die Agenten der Zollbehörde mit einem Durchsuchungsbefehl an der Wohnadresse des 34-Jährigen in Montery Park ein. Dort wurden weitere Reptilien unterschiedlichster Arten gefunden, die in den USA allesamt unter Naturschutz stehen.

Schrödingers Schlangen: tot, oder lebendig?

Er soll schon früher Pakete mit Königskobras erhalten haben, doch nach eigenen Angaben hatte keines der zwanzig Tiere den Transport überlebt. SMS-Protokolle belegen allerdings, dass er einem Verwandten seines Zulieferers fünf der Kobras weitergegeben habe – lebend.

Sollte Rodrigo F. bei der kommenden Gerichtsverhandlung schuldig gesprochen werden, erwartet ihn eine lange Haftstrafe. Auf den Schmuggel geschützter Tierarten stehen in den USA bis zu zwanzig Jahre Haft.

(rcp)

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