Letzte schwere Hürde für Benjamin P. (18) vor dem Start ins neue Leben: Am Mittwoch musste sich der Teenager für eine Droh-SMS an seine Schule vor einem Schöffengericht verantworten.
Weil Benjamin P. aus Frust über einen Fleck randaliert und dann per SMS mit einem Blutbad an seiner Schule, die HAK Hollabrunn (NÖ), gedroht hatte, musste er am Mittwoch in Korneuburg auf die Anklagebank. "Bereits diesen Montag beginne ich mit einer Kfz-Lehre bei einer bekannten Firma und ich gehe regelmäßig in Therapie", versicherte das Scheidungskind und verblüffte mit dieser "tollen Entwicklung" sogar die strenge Staatsanwaltschaft.
Anwältin Kristina Venturini-Köck appellierte in Richtung Schöffensenat: "Ein junger Mann, der einmal falsch abgebogen ist, verdient eine zweite Chance." Richter Franz Furtner sah das genauso und sorgte für ein Happy End im Gerichtssaal: Mindeststrafe von sechs Monaten bedingter Haft plus Antiaggressionstraining (rechtskräftig). "Ich werde Sie nicht enttäuschen", versprach der Bursch und verschwand mit einem zuversichtlichen Lächeln.