Amokfahrer aus Wien kommt in eine Anstalt

Der Bulgare (28) vor Gericht in Wien.
Der Bulgare (28) vor Gericht in Wien.Bild: Denise Auer
Wegen Mordversuchs stand ein 28-Jähriger vor dem Richter. Weil er nicht zurechnungsfähig ist, kommt er nun in eine Anstalt.

Gleich vier Justizwache-Beamte führten den Angeklagten (28) gestern früh in Handschellen in den Saal am Wiener Landesgericht. Im orangen Kapuzen-Pulli und in Jogginghose nahm der Bulgare entspannt vor dem Richter Platz. Was ihm vorgeworfen wurde, ließ den Blutdruck dann in die Höhe schnellen. Am 8. September soll der Mann den Transporter einer Catering-Firma in der Strohgasse (Landstraße) gestohlen haben. Damit raste er gegen die Fahrtrichtung über die Franzensbrücke zum Praterstern in Wien-Leopoldstadt.

Dort fuhr er direkt auf einen Polizisten zu, ein Pärchen konnte gerade noch zur Seite springen. Nicht einmal ein Schuss stoppte den Amoklenker. Schluss war erst in der Ernst-Melchior-Gasse. Der Angeklagte prallte gegen eine Laterne – Festnahme.

Vor Gericht gab der Mann gestern an, psychisch krank zu sein. Am Tag der Amokfahrt habe er seine Medizin nicht genommen.

Der in Deutschland lebende Verdächtige war nur auf der Durchreise in Wien. Das Auto stahl er angeblich, weil er damit zurück nach Bulgarien fahren wollte. Das Gericht entschied: Der 28-Jährige ist nicht zurechnungsfähig, er muss in eine Anstalt – nicht rechtskräftig

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