Amokfahrt-Augenzeuge wegen Trauma gekündigt

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Kritik an der Hilfsorganisation Grünes Kreuz in der Steiermark: Nachdem ein Mitarbeiter Augenzeuge der brutalen Amokfahrt in Graz mit drei Toten und 36 Verletzten wurde, zeigte sich der Mann schwer traumatisiert. Zwei Wochen nach dem Vorfall flatterte dem Mann die Kündigung seines Jobs ins haus - weil er nicht mehr arbeitsfähig sei. Das Grüne Kreuz rechtfertigt sich damit, dass es keine Krankschreibung gegeben habe.
Kritik an der Hilfsorganisation Grünes Kreuz in der Steiermark: Nachdem ein Mitarbeiter Augenzeuge mit drei Toten und 36 Verletzten wurde, zeigte sich der Mann schwer traumatisiert. Zwei Wochen nach dem Vorfall flatterte dem Mann die Kündigung seines Jobs ins haus - weil er nicht mehr arbeitsfähig sei. Das Grüne Kreuz rechtfertigt sich damit, dass es keine Krankschreibung gegeben habe.

Der Mann war laut "ORF" in der Herrengasse, als der Amokfahrer seine Wahnsinnstat durchführte. Wie viele andere litt er daraufhin an Schlafstörungen und Angstzuständen. Rund zwei Wochen nach dem Vorfall flatterte dem mann aus Pöllau schließlich die Kündigung des Grünen Kreuzes ins Haus: Eine "arbeitsbezogene gesundheitliche Eignung" sei nicht gegeben, deswegen werde das Arbeitsverhältnis beendet.

Der Mann wandte sich an die Arbeiterkammer und schilderte seinen Zustand sowie das Erlebte. Das Auto des Amoklenkers sei direkt auf ihn zugefahren, er sei fast gestorben, so die Beschreibung. Nach dem Vorfall habe der Mitarbeiter Urlaub genommen - in der Hoffnung, er werde sich erholen und keinen Krankenstand benötigen. Am Ende des Urlaubs kam er schließlich trotzdem nicht um eine Krankmeldung herum. Die Kündigung folgte.

Andere Version des Grünen Kreuzes

Etwas anders sieht man die Situation beim Grünen Kreuz im Pöllauertal, wo man betont, dass bis heute keine Krankmeldung des Mitarbeiters vorliege. Als man ihn davon telefonisch in Kenntnis setzte, habe der Mann nur geschrieen. Beim Grünen Kreuz heißt es: Man habe kein Problem damit, den Ex-Mitarbeiter wieder einzustellen - dazu müsse er sich nur für den Schrei-Anfall entschuldigen.

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