Amokläufer töteten bereits vor Attentat in Schule

An einer Schule in Suzano bei Sao Paulo, Brasilien, ereignete sich ein Amoklauf. Die beiden Attentäter (17, 25) töteten jedoch schon, bevor sie die Schule erreichten.
Am Mittwochmorgen ereignete sich an einer Schule in Sao Paulo, Brasilien, ein Amoklauf, der mindestens zehn Tote und weitere 20 Verletzte forderte - "Heute" berichtete.

Die beiden Schützen (17, 25), selbst Ex-Schüler der betroffenen Schule, begannen das Gemetzel um etwa 9.30 Uhr örtlicher Zeit an der staatlichen Schule in Suzano in der Nähe von Sao Paulo.

Jetzt wurde bekannt, dass die Attentäter nicht erst in der Schule selbst anfingen zu töten, sondern schon vor dem Amoklauf.

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Die jungen Männer stahlen einen Gebrauchtwagen eines örtlichen Händlers, dessen Geschäft sich in der Nähe der Schule befindet. Dann erschossen sie den Mann, bevor sie mit dem gestohlenen Auto weiter zu Schule fuhren.

Zum Zeitpunkt des Attentats befanden sich die Schüler gerade in ihrer Pause. Als sie die Schule betraten, brachten sie die stellvertretende Schuldirektorin Marilena Ferreira Umezo (59) um, bevor sie einen weiteren Angestellten der Schule erschossen.

Dann töteten sie fünf Schüler, verletzten zahlreiche andere Kinder schwer und nahmen sich schließlich selbst auf einem Gang des Gebäudes ihr Leben.



Die Einsatzkräfte, die alarmiert worden waren, erreichten acht Minuten nach dem Anruf die Schule - zu diesem Zeitpunkt war das Attentat jedoch bereits vorbei, die Täter waren tot.

Marcelo Salles, Polizeichef von Sao Paulo, sagte den Journalisten vor Ort, dass er in dreißig Jahren Berufszeit "nie etwas derartiges gesehen" habe.



Ein Schüler, der sich zum Zeitpunkt des Attentats in der Nähe der Schule befand, berichtete den lokalen Medien: "Es war gerade Pause und dann haben wir laute Explosionen gehört. Zuerst war uns das egal, wir dachten, es waren Feuerwerkskörper. Aber dann sind plötzlich Leute aus dem Gebäude gerannt, haben geschrien. Einer meiner Freunde hatte zwei Kugeln in der Brust. Er hat nicht überlebt."

Lehrerin Sandra Perez sagte der örtlichen Zeitung "O Estado de S. Paulo": "Ich war während der Pause in einem Klassenzimmer. Ich dachte, der Lärm käme von Bomben. Als ich begriff, dass es Schüsse waren, blieb ich dort. Ich verließ den Raum erst, als die Polizei ankam."



Joao Doria, Gouverneur von Sao Paulo, drückte seine Betroffenheit aus, nachdem er die Schule besucht hatte: "Es ist eine sehr traurige Szene, das Traurigste, was ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Die Jugendlichen wurden brutal ermordet."

Es wurde der Polizei außerdem gemeldet, dass es eine weitere Schießerei nahe der Schule gab, in der ein Mann verletzt wurde. Ob die beiden Fälle in Verbindung miteinander stehen, wird noch ermittelt. Das Tatmotiv der beiden Amokläufer ist bisher nicht bekannt.





(rfr)

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