Amri ständig überwacht, bis er als Junkie abgestempe...

Bild: Reuters

Die Kritik am Vorgehen der Behörden im Falle des Berliner-Lkw-Attentäters Anis Amri wird immer lauter. Rund 60 Mal soll der Tunesier in Berichten erwähnt worden sein. Er wurde als Gefährder eingestuft. Doch als seine offensichtliche Drogensucht bekannt wurde, verlor die Polizei das Interesse an Amri. Das könnte ihn zur Ausübung seiner blutigen Vorhaben verholfen haben.

Die Kritik am Vorgehen der Behörden im Fall des bekannt wurde, verlor die Polizei das Interesse an Amri. Das könnte ihn zur Ausübung seiner blutigen Vorhaben verholfen haben.

Am Montag wurde im deutschen Bundestag eine vom Parlamentarischen Kontrollgremium erstellte Chronologie vorgelegt. In dieser wird deutlich, wie oft sich die Behörden mit Amri auseinandergesetzt haben, nämlich laut deutschen Medienberichten erschreckend oft. Rund 60 Mal wurde er erwähnt, in Nordrhein-Westfalen sogar als "Gefährder" eingestuft.

Weil er zunehmend als Kleinkrimineller, Drogendealer und Kokain- und Ecstasy-Süchtiger in Erscheinung trat und seine religiösen Pflichten vernachlässigte, unterschätzten ihn die Behörden möglicherweise.

Denn im November 2016, also kurz vor dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, wurde von Behörden festgestellt, dass von Amri keine konkrete Gefahr ausgehe. Dem widerspricht, dass Amri in der deutschen Polizeidatenbank ab 13. Oktober als "Foreign Fighter" einstufte.

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