AMS-Chef gefeuert – jetzt muss er sich neuen Job suchen

Der bisherige Leiter des Tiroler AMS Alfred Lercher bei einer Pressekonferenz im Jahr 2020
Der bisherige Leiter des Tiroler AMS Alfred Lercher bei einer Pressekonferenz im Jahr 2020Erich Spiess / EXPA / picturedesk.com
Tirols AMS-Chef Alfred Lercher wurde überraschend vom Verwaltungsrat des AMS Tirol abberufen. Stellvertreterin Sabine Platzer-Werlberger übernimmt.

Fristlose für den bisherigen Landes-AMS-Chef Alfred Lercher. Der Leiter des Tiroler Arbeitsmarktservices wurde am Montag  von all seinen Funktionen entbunden – "mit gutem Grund", wie es aus der Pressestelle auf "Heute"-Anfrage hieß. Weitere Details sind aber noch völlig unklar: Aus Datenschutzgründen werden offiziell noch keine genaueren Angaben gemacht.

Medienberichte über internen Vorfall

Die "Kronen Zeitung" berichtet jedoch von einem internen Vorfall. Dieser solle nun detailliert aufgeklärt werden. Gegenüber dem ORF verriet Roland Sauer, der Vorsitzende des Verwaltungsrates folgendes: Der Grund für die fristlose Entlassung sei ein Vorfall, der das Vertrauensverhältnis zu Lercher massiv gestört habe.

Der 41-Jährige hatte bereits seit 2002 beim AMS Tirol gearbeitet und begann seine Laufbahn als Berater in der Servicezone des AMS Reutte. 2010 wechselte er in die Abteilung "Service für Arbeitssuchende" in die Landesgeschäftsstelle Tirol, der er ab 2017 als Abteilungsleiter vorstand.

Stellvertreterin wird Interimschefin

Seine langjährige Erfahrung und die erfolgreiche Bewältigung der großen arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen rund um die Covid-19-Pandemie waren für Lerchers Bestellung am 1. Dezember 2020 ausschlaggebend. Die bisherige Stellvertreterin Sabine Platzer-Werlberger übernimmt ab sofort interimistisch die Amtsgeschäfte für das AMS Tirol. Der ehemalige Leiter muss sich nun neuen Job suchen. Die Stelle wird nun neu ausgeschrieben.

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