AMS plant jetzt Kurse für Flüchtlinge

Weil viele der Flüchtlinge, die nach Österreich kommen, gute berufliche Qualifikationen haben, damit aber kaum einen Job finden, will das AMS Wien solche mit passender Ausbildung unterstützen.

Weil viele der Flüchtlinge, die nach Österreich kommen, gute berufliche Qualifikationen haben, damit aber kaum einen Job finden, will das solche mit passender Ausbildung unterstützen. 

Unterstützung sollen Flüchtlinge in Form von Deutschkursen und spezifischen Schulungen durch das AMS Wien erhalten. Betroffen sind insgesamt rund 1.000 Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, und bei denen das AMS nun checkt, welche Qualifikationen sie haben. 

Fast 12.000 anerkannte Flüchtlinge, die derzeit in Wien leben, sind ohne Job, österreichweit sind es über 17.000. Die größte Gruppe sind 4.500 Syrer, die generell eine relativ gute Schulbildung haben. Gesucht werden derzeit etwa Fachkräfte für die Metallverarbeitung und im Gesundheits- und Pflegebereich. Nur wer eine solche Ausbildung hat, wird mit Deutschkursen und Zusatzschulungen unterstützt.

Österreich kann profitieren

Arbeitsmarktexpertin Gudrun Biffl glaubt, dass Österreich  von den Qualifikationen der Flüchtlinge profitieren könne: "Österreich ist eine alternde Gesellschaft, und die Menschen könnten natürlich in Regionen eingesetzt werden, wo es Knappheiten gibt, etwa im Waldviertel oder der Obersteiermark", so Biffl im Ö1-Gespräch. Eine Tischlerei am Land finde häufig keinen Lehrling mehr – oder jemanden, der dort leben und arbeiten will.

Der Bedarf für zusätzliche Arbeitskräfte sei da, so Biffl im Ö1-Interview: „Wenn wir es richtig angehen, verträgt unser Arbeitsmarkt das natürlich.“ Man dürfe die Wirtschaft nicht als Kuchen sehen, der aufgeteilt werde - sondern als einen, der wächst: "Und dann können wir mit diesen Menschen schauen, dass der Kuchen wachsen kann.“

 

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