Der von AMS Wien und waff gemeinsam entwickelte und Ende des Vorjahres als Pilotprojekt eingeführte Qualifikationspass soll ab November auf breiter Ebene beim AMS eingesetzt werden. Das wurde beim Gipfeltreffen zum "Qualifikationsplan Wien 2020" am Montag bekannt gegeben.
Der von AMS Wien und waff gemeinsam entwickelte und Ende des Vorjahres als Pilotprojekt eingeführte Qualifikationspass soll ab November auf breiter Ebene beim AMS eingesetzt werden. Das wurde beim Gipfeltreffen zum "Qualifikationsplan Wien 2020" am Montag bekannt gegeben.
Bereits über 1.000 Wiener besitzen den Qualifikationspass. Er begleitet den Inhaber auf direktem Weg zum Lehr- oder einem anderen Ausbildungs-Abschluss. In dem Dokument sind alle mitgebrachten Kompetenzen, Bildungsschritte und Ausbildungsziele erfasst und auf einen Blick für alle Institutionen abrufbar.
Positiver Trend
„Mit den neu entwickelten Instrumenten, insbesondere mit dem Qualifikationspass Wien, mit den neuen Unterstützungsangeboten des AMS, dem Chancen-Scheck des waff, mit dem Beschäftigte kostenlos den Lehrabschluss nachholen können, aber auch mit zusätzlichen ‚vor- Ort-Initiativen‘ wird es gelingen, den positiven Trend in den nächsten Jahren fortzusetzen,“ meinte Wirtschafts-Stadträtin Renate Brauner (SPÖ) beim Gipfeltreffen.
Vom Chancen-Scheck profitieren
Seit seiner Einführung Anfang 2015 wurde auch der waff Chancen-Scheck bereits 3.500 Mal in Anspruch genommen. Allein im kommenden Jahr sollen davon 2.930 Wiener Beschäftigte, die maximal die Pflichtschule absolviert haben oder als Hilfskräfte arbeiten, für ihre Qualifizierung profitieren können. Ein wesentlicher Teil des "Qualifikationsplans" sind zudem „vor-Ort-Aktionen“ in größeren Wohnhausanlagen, bei denen verstärkt Berufstätige mit Pflichtschulabschluss für Weiterbildung gewonnen werden sollen.
Zu dem Gipfeltreffen waren unter anderem Arbeits- und Sozialminister Alois Stöger (SPÖ), Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ), Industriellenvereinigung-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun, Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske, Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky (SPÖ), waff-Geschäftsführer Fritz Meißl und AMS-Wien-Chefin Petra Draxl geladen.