Heute Nachmittag will Quelle Österreich den Konkursantrag beim Handelsgericht Linz einbringen. Damit stehen rund 1.100 Mitarbeiter vor der Kündigung. Das AMS und die Arbeiterkammer haben mittlerweile Beratungsstellen in der Quelle-Zentrale in Linz eingerichtet.
Das Arbeitsmarktservice Oberösterreich und die Arbeiterkammer haben bereits zusammen mit dem Betriebsrat eine Insolvenzstiftung gegründet: Dort sollen Quelle-Mitarbeiter sich weiterbilden oder etwa eine Lehre abschließen können. Jetzt haben AMS und AK auch Beratungsstellen in der Linzer Quelle-Zentrale eingerichtet.
Das AMS möchte verhindern, dass die 1.100 Quelle-Mitarbeiter die regionalen Jobzentren stürmen, und bietet seinen Service direkt vor Ort an. Auch die Arbeiterkammer startete eine Jobbörse und Infoveranstaltungen.
Anfragen von anderen Firmen
Quelle-Betriebsratsvorsitzender Walter Wolfinger bestätigte, dass es bereits Anfragen von einigen Firmen gebe, die jeweils Stellen für bis zu zwanzig Quelle-Mitarbeiter anbieten.
Besonders hart vom Konkurs sind 150 Mitarbeiter betroffen, die fünf Jahre vor ihrer Pensionierung stehen. Rund die Hälfte der 1.100 Beschäftigten war schon über 10 Jahre bei Quelle.