Amtsmissbrauch: Hoher Justizbeamter vor Gericht

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Endstation Anklagebank für einen hohen VP-Justizgewerkschaftsboss: Der Personalvertreter hat sich die private Gartenhütte von Häftlingen fertigen lassen. Urteil: acht Monate bedingt.
Der ehemalige VP-Gemeindeobmann und Gewerkschaftsboss der Justizwache hatte in der Vergangenheit immer wieder Missstände in Gefängnissen aufgezeigt – selbst hat der Niederösterreicher nicht immer sauber gearbeitet. Für Übersiedlungstätigkeiten in seinem Haus hatte der Beamte einfach Häftlinge beauftragt, auch das Holzdach für sein Gartenhäuschen ließ er sich in der Gefängnis-Tischlerei anfertigen.

Das EDV-System auszutricksen war für den Leiter der Häfn-Wirtschaftsstelle nicht schwer. Beim Prozess in Wien gestand jetzt der gefallene Gewerkschaftschef: "Ich verdiene einfach zu wenig. Und es war falsch." Der Beamte wurde zu acht Monaten bedingter Haft wegen Amtsmissbrauches in mindestens zwei Fällen verurteilt – seinen Job bei der Justiz darf er aber behalten.

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