Kopf gegen Asphalt geschlagen

Amtsmissbrauch-Klage für Polizist nach Gewalttat

In Wien wurde ein Fall von Polizeigewalt angeklagt. Ein Beamter soll den Kopf eines Mannes (19) mehrfach auf den Asphalt geschlagen haben. 

Wien Heute
Amtsmissbrauch-Klage für Polizist nach Gewalttat
Der Polizist wird nun wegen Amtsmissbrauch angeklagt, ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. 
Tobias Steinmaurer / picturedesk.com

Passiert sein soll der Vorfall am 8. Mai 2023. Das Opfer, ein 19-Jähriger soll versucht haben, einen abgesperrten Bereich eines Tötungsdeliktes in Wien-Simmering zu betreten, um an einem Bankomaten Geld abzuheben. Angeklagt ist daher Amtsmissbrauch, der Strafrahmen liegt bei sechs Monaten bis zu fünf Jahren Haft.

Video der Tat ging viral

Der 19-Jährige wollte nicht einsehen, warum er den abgesperrten Bereich nicht betreten sollte. Laut Puls24 war die Absperrung nicht gut sichtbar. Die Polizei vor Ort ließ sich auf die Diskussion nicht ein, brachte den jungen Mann schlussendlich zu Boden, fixierte ihn und nahm ihn schlussendlich fest. 

Ein Video davon ging laut "ORF Wien" viral. Darin ist zu sehen wie der Kopf des 19-Jährigen vom angeklagten Beamten zweimal gegen den Asphalt geschlagen wird, es bilden sich Blutflecken. Dem Mann wurden schlussendlich Handschellen angelegt, er wurde vor Ort noch von der Rettung versorgt, lehnte aber die Mitfahrt ins Krankenhaus ab.

Noch kein Verhandlungstermin

Das Opfer trug von dem Vorfall Kopfverletzungen davon. Er wurde auch wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung auf freiem Fuß angezeigt. Die schwere Körperverletzung deshalb, weil einer der Beamten von der Amtshandlung Blessuren am Knie und am Ellbogen davongetragen hatte und deshalb im Spital war. Die Ermittlungen wurden aber mittlerweile eingestellt. 

Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht. Sollte der Polizist zu einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr verurteilt werden, kommt es automatisch zu einem Amtsverlust. Es ist allerdings fraglich, ob es ohne das Video-Material tatsächlich zu einem Prozess gegen den Beamten gekommen wäre. 

Urteil wegen Amtsmissbrauch

Vor zwei Monaten wurde am Wiener Landesgericht ein Polizist (31) wegen Amtsmissbrauch verurteilt. Auf einem Überwachungs-Video ist zu sehen, wie er in einem Schnellimbiss-Lokal in der Wiener City einem Mann ohne nachvollziehbaren Grund einen heftigen Stoß versetzt und ihn mit Pfefferspray eingenebelt haben, so der "ORF Wien". Dafür bekam er zwölf Monate auf Bewährung – punktgenau jene Sanktion, die nicht zwingend zum Amtsverlust führt. Die Staatsanwältin legte aber Einspruch ein, das Urteil ist daher nicht rechtskräftig. 

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