Radfahrer können nun noch öfter ohne lästiges Warten durch das schöne Wien sausen: Die Optionen zum Rechts-Abbiegen und Geradeausfahren bei Rot werden ab September ausgeweitet. Nach einer Prüfung wurden nun weitere Kreuzungen für den Grünen Pfeil freigegeben.
Mit zusätzlichen neuen Grünpfeilen können Wiens Radler schon heute in 469 Fahrtrichtungen bei Rot rechts abbiegen oder geradeaus fahren. Nun kommen noch mehr hinzu: Ab September sind es nun schon 529 Stellen, an denen es heißt: Freie Fahrt nach kurzem Stopp.
Zuvor hat die MA 46 (Abteilung für Verkehrsorganisation) ganz gewissenhaft geprüft, ob das denn überhaupt geht und ob es sicher ist. Ergebnis ist, dass nach der jüngsten Ausweitung im März nun an weiteren 38 Kreuzungen 43 Grünpfeile installiert werden. Anfang September wird man die Mitarbeiter der MA 33 herumschrauben sehen, wenn sie die Zusatztafeln an den entsprechenden Ampeln montieren.
"Wir erweitern damit das Angebot zum schnelleren Vorankommen mit dem Rad großflächig und konsequent in der ganzen Stadt", so Mobilitätstadträtin Ulli Sima (SP). Wien sei hier von Beginn an bundesweit Vorreiterin. "Gemeinsam mit dem konsequenten Ausbau der Radwege, im Zuge dessen wir pro Jahr rund 20 km neue qualitativ hochwertige Radinfrastruktur errichten und alleine im Vorjahr 35 Mio. Euro investiert haben, wird das Radfahren in Wien auch durch das Rechtsabbiegen bei Rot noch attraktiver", so Ulli Sima weiter.
„Die Erfahrungen mit den bereits verordneten Örtlichkeiten sind positiv“Martin BlumRadverkehrsbeauftragter
Der grüne Pfeil an einer roten Ampel bedeutet, dass man nach rechts abbiegen oder geradeaus weiterfahren darf – ohne auf das Grünlicht zu warten. ABER: man muss vorher zwingend an der Haltelinie anhalten.
"Die Erfahrungen mit den bereits verordneten Örtlichkeiten sind positiv. Wichtig ist, dass sich Radfahrende nach dem kurzen Stopp vor dem Weiterfahren vergewissern, dass alle sicher sind und niemand gefährdet wird. Hier gilt es, insbesondere auf Fußgänger*innen Rücksicht zu nehmen", betont Wiens Radverkehrsbeauftragter Martin Blum.