Andy Borg (65) wurde beim Frauentagskonzert im thüringischen Suhl mit der "Goldenen Stimmgabel Thüringens" für seine Verdienste um den deutschen Schlager ausgezeichnet. Der gebürtige Wiener zeigte sich von der echten Stimmgabel fasziniert und bat den Hersteller um Details zum Fertigungsprozess.
"Ich habe Mechaniker gelernt", erklärte der 65-Jährige beim Regionalsender Rennsteig-TV. Deshalb interessiere er sich besonders für die Legierung und den Grundton des Instruments.
Wie "Bunte" berichtet, nutzte Borg die Gelegenheit auch für Kritik an der Schlagerbranche: "Heutzutage, wo man im Internet jemanden singen lassen kann, Texte von der KI erfinden lassen kann. Das ist noch was. Das ist für mich genau richtig", sagte er über die handgefertigte Stimmgabel.
Der beliebte Schlagerstar übte damit bittere Kritik an Musikmachern, die nicht mehr mit echten Textern, Produzenten und Komponisten zusammenarbeiten, sondern auf künstliche Intelligenz setzen. Er zeigte sich nachdenklich, was die Zukunft der Branche angeht.
Auch andere Schlagerstars teilen diese Skepsis. Viele sehen in der zunehmenden Rolle von KI eine Bedrohung für den Nachwuchs – denn wenn Computer Hits schreiben, haben junge Talente kaum noch Chancen auf eine Karriere.