Nachfolge! Angela Merkel stellt Kurz-Freund kalt

Paukenschlag in Berlin: Angela Merkel macht ihre Vertraute Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Generalsekretärin – um Jens Spahn zu verhindern.

Noch heute Vormittag soll die Entscheidung offiziell von Angela Merkel verkündet werden: Annegret Kramp-Karrenbauer folgt Peter Tauber (er hatte am Sonntag seinen Rücktritt verkündet) als neue CDU-Generalsekretärin, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Angela Merkel mit Annegret Kramp-Karrenbauer. Credit: APA

Die Merkel-Entscheidung hat zwei Konsequenzen:

1. Sie stellt Jens Spahn aufs Abstellgleis: Spahn war am Sonntag noch als möglicher Kandidat für die Nachfolge von Tauber im Gespräch. Der 37-Jährige gilt unter den CDU-Reformern als Zukunftshoffnung.

Für Merkel aber wurde er zu gefährlich: Finanz-Staatssekretär Spahn ist nicht nur einer ihrer schärfsten Kritiker, sondern wird wegen seines strammen Kurses in der Migrationsfrage auch oft mit ÖVP-Chef und Bundeskanzler Sebastian Kurz verglichen.

Zuletzt trafen sich die beiden Politiker auf dem Wiener Opernball, sie verbindet nicht nur politische Positionen, sondern auch eine enge Freundschaft.

Jens Spahn am Opernball mit Sebastian Kurz. Credit: APA

2. Mit Kramp-Karrenbauer regelt Merkel mutmaßlich auch ihre Nachfolge neu. Sie gehört zu den engsten Vertrauten der Kanzlerin in der CDU und stand vor allem in der Flüchtlingskrise an der Seite. Merkel selbst war im Jahr 2000 nach dem Rücktritt des CDU-Vorsitzenden Wolfgang Schäuble aus dem Amt der Generalsekretärin an die Parteispitze gerückt.

Kramp-Karrenbauer ist derzeit Ministerpräsidentin im Saarland. sie regiert dort mit der SPD. den Job gibt sie auf und übersiedelt nach Berlin.

Tauber wird heute Rückzug erklären



Tauber ist seit mehren Monaten krank, nahm an Koalitionsverhandlungen mit der SPD nicht mehr teil. Bereits bei den Sondierungen über ein Jamaika-Bündnis war er nur selten in Amt und Würden. Tauber hatte das Amt des CDU-Generalsekretärs im Jahr 2013 übernommen. Heute will er seine Reha unterbrechen, und seine Entscheidung den Parteigremien erklären.

(isa)

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Tilo BerlinWeltwocheSebastian Kurz

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