Ein einziges Wort ließ während der Weltmeisterschaft die Gerüchteküche hochkochen. Als TV-Experte sagte Jürgen Klopp, Julian Nagelsmann sei "noch" für die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft verantwortlich. Kaum zwei Monate später steht Klopp als Nachfolger von Nagelsmann als DFB-Trainer fest. Auf das Verhältnis zu seinem Vorgänger angesprochen, tätigte der 59-Jährige kuriose Aussagen.
"Heute ist für Julian auch ein guter Tag, dass das Kapitel jetzt abgeschlossen ist", meinte Klopp über Nagelsmanns unglückliche Figur während der Weltmeisterschaft und zollte ihm dann Respekt.
"Ich respektiere Julian Nagelsmann total", stellte der 59-Jährige klar. Seit der Weltmeisterschaft habe es zwar keinen Austausch mehr gegeben. "Inwieweit ich den brauche, muss man entscheiden", führte Klopp weiter aus.
Auch die viel diskutierte "Noch"-Aussage sprach der neue Teamchef selbst an. "Der Tag mit dem 'noch' war einer der schlimmeren meines Lebens", gestand Klopp. Erst als Thomas Müller später scherzhaft meinte, es sei "noch nicht September", habe er erkannt, welche Welle seine Formulierung ausgelöst hatte.
Nach dem Wirbel entschuldigte sich Klopp bei Nagelsmann. "Ich habe mich entschuldigt, das ist akzeptiert. Dann hat er mir zum Geburtstag gratuliert – da liegt nichts im Argen", betonte der 59-Jährige. Deshalb wünsche er seinem Vorgänger "nur das Beste, das Allerbeste".
Klopp ist überzeugt, dass Nagelsmann nicht lange auf eine neue Aufgabe warten muss. "Wann genau er das möchte, weiß ich nicht, aber dass er viele Möglichkeiten haben wird, da bin ich mir ganz sicher."