Fisch sprang Angler bei "Zungenkuss" in den Hals

Seezungen gehören zu den begehrtesten und teuersten Speisefischen. Symbolfoto
Seezungen gehören zu den begehrtesten und teuersten Speisefischen. SymbolfotoBild: Wikimedia/Hans Hillewaert, CC-BY-SA 4.0

Die Freude über den ersten Fang des Tages endete für einen britischen Angler beinahe tödlich: Sanitäter mussten das Tier mit einer Zange herausziehen.

Seezungen (Solea solea) gehören den begehrtesten Speisefischen. So begehrt, dass ein 28-jähriger Angler auf dem Boscombe Pier in Bournemouth seinem Fang – gemäß der örtlichen Tradition – unbedingt ein Busserl geben wollte.

Doch als der Brite seine Lippen auf die des noch lebenden Fisches pressen wollte, schlug dieser wild um sich. Die glitschige Seezunge entglitt den Händen des überraschten Anglers und sprang in dessen offenen Mund.

Der 28-Jährige drohte zu ersticken und erlitt offenbar durch den Schreck auch noch einen Herzinfarkt. Kollegen des Anglervereins begannen sofort mit der Herzmassage. "Er hat den Fisch geküsst, als dieser ihm in den Hals gesprungen ist", schildert einer der Angler, Ian Cowie, gegenüber dem britischen Rundfunk "BBC". "Es ist Tradition den ersten Fang des Tages zu küssen".

Das Unglück passierte in Bournemouth in Südengland.

"Bizarrster" Einsatz für Sanitäter

Für Notfallsanitäter Matt Harrison war es der "bizarrste" Einsatz seiner Karriere. "Wir wussten, dass wir den Fisch unbedingt entfernen mussten, ansonsten hätte der Patient die kurze Fahrt in das Royal Bournemouth Hospital nicht überlebt."

"Ich hatte nur einen Versuch, es richtig zu machen", schildert Harrison. "Wenn der Fisch noch weiter abgerutscht wäre, hätten wir ihn nicht mehr herausbekommen." Die Stacheln und Kiemen der Seezunge hatten sich im Hals des Mannes verfangen, doch den Helfern gelang es schließlich das Tier mittels einer medizinischen Zange zu entfernen.

Angler nur knapp dem Tod entronnen

Sofort begannen die alarmierten Notärzte mit den Reanimationsmaßnahmen. Sie hatten Glück: Nach drei Minuten sprang das Herz des Anglers wieder an.

Der Vorfall hatte sich spätabends am 5. Oktober ereignet, wurde aber erst vor wenigen Tagen in britischen Medien publik. Der Pechvogel, der haarscharf dem Tod entronnen ist, dürfte nach Aussage der behandelnden Mediziner glücklicherweise keine bleibenden Schäden davontragen. Von feuchtkalten Busserl mit Fischen wird er aber wohl in Zukunft absehen ... (rcp)

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