Angreifer attackiert Studenten vor Synagoge

In Hamburg ist es am Sonntag zu einer offensichtlich antisemitisch motivierten Tat gekommen. Ein Student wurde vom Angreifer schwer verletzt. 

Medienberichten zufolge ist es am Sonntag vor einer Synagoge in Hamburg zu einem tätlichen Angriff gekommen. Wie die "Süddeutsche Zeitung", der NDR und der WDR vermeldeten, griff ein militärisch gekleideter Mann einen jüdischen Studenten an. Der Angreifer soll den 26-Jährigen mit einer Schaufel attackiert und verletzt haben. 

Sicherheitskräfte der jüdischen Gemeinde eilten dem Opfer zu Hilfe und überwältigten den mutmaßlichen Angreifer. Im Anschluss konnten die zahlreichen Besucher der Synagoge in Sicherheit gebracht werden. Das Opfer erlitt den Meldungen zufolge schwere Kopfverletzungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden. 

Der deutsche Außenminister Heiko Maas nannte die Attacke auf Twitter "widerlichen Antisemitismus". Der Angriff sei kein Einzelfall, so der SPD-Politiker. 

Tatverdächtiger hatte Hakenkreuz

Die Tat weckt Erinnerungen an den Oktober des vergangenen Jahres. Am 9. Oktober 2019 griff ein Rechtsextremer die Synagoge in Halle an und tötete zwei Menschen. Beim Festgenommenen am Sonntag handelt es sich um einen 29-Jährigen.Wie die deutsche Presseagentur berichtet, ist in der Hosentasche des Verdächtigen ein Hakenkreuz gefunden worden. 

In Hamburg wurde am Sonntag das jüdische Fest Sukkot, das Laubhüttenfest, gefeiert. Es folg im jüdischen Kalender direkt auf den höchsten Feiertag Jom Kippur. 

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