Österreich

Angreifer auf Asylheim schmetterten rechte Parolen

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:40

Die Attacke auf das Flüchtlingsheim in Alberschwende in Vorarlberg in der Nacht auf Ostermontag ist geklärt. Die Verdächtigen sind fünf Einheimische im Alter zwischen 19 und 29 Jahren. Sie dürften recht betrunken gewesen sein.

Mithilfe von Zeugenaussagen konnte die Kripo noch am Montag die Namen der fünf in Erfahrung bringen und den ersten Burschen festnehmen. Er gestand eine Beteiligung an der Tat. Nach der Einvernahme der anderen Unruhestifter am Dienstagvormittag ist klar: Das Grüppchen zog mehr oder weniger alkoholisiert durch den Ort und riss nach Lust und Laune "Wir sind Asyl"-Plakate von verschiedenen Gebäuden.

Zwei Unterstützern der Flüchtlingsaktion passte das nicht in den Kram, man beschimpfte einander am Hauptplatz, danach schien die Sache vorübergehend gegessen.

Zum Asylheim selbst gingen drei Stunden später nur mehr zwei Burschen. Sie wollten in das Haus eindringen, aber nicht um die Flüchtlinge zu attackieren, sondern deren Helfern eine Lektion zu erteilen. Erfolgreich waren sie nicht: Die Flüchtlingshelfer im Heim konnten die Rowdies nach einem Raufhandel loswerden.

Zeugen der abendlichen Vorfälle wollen rechte Parolen gehört haben. Die Polizei hat aber wissen lassen, dass die Burschen nicht der rechten Szene zuzuordnen sind. Das Quintett wurde wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und  gefährlicher Drohung angezeigt.
Einige Menschen aus Alberschwende hatten sich zuletzt für fünf Syrer stark gemacht, die abgeschoben werden sollten.

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