Welt

Angst darf nicht siegen

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:46

Ein Fußballspiel, ein Rockkonzert, Restaurants: Die Ziele waren mit Kalkül gewählt. "Charlie Hebdo" war ein Attentat auf die Meinungsfreiheit, am Freitag, den 13., aber wollten uns Terroristen mehr nehmen: unsere Kultur, unsere Lebensweise, unsere Lebensfreude.

Ein Fußballspiel, ein Rockkonzert, Restaurants: Die Ziele waren mit Kalkül gewählt. "Charlie Hebdo" war ein Attentat auf die Meinungsfreiheit, am Freitag, den 13., aber wollten uns Terroristen mehr nehmen: unsere Kultur, unsere Lebensweise, unsere Lebensfreude.

Erwartbar, was jetzt passieren wird. Die Grenzbalken werden überall runtergehen, Schengen ist Geschichte. Die EU-Länder werden sich wieder mehr als Nationalstaaten verstehen und sich mit Stacheldraht vor Flüchtlingen schützen.

Europa wird nach rechts rutschen. In Dänemark, Polen, Kroatien ist das schon passiert, in Deutschland hat die AfD erstmals über 10 Prozent, in Österreich führt Strache in Umfragen.

Und die EU? Sie ist zu schwach, um mehr zu sein als eine Verteilunion von Agrargeldern. Solidarität? Das bleibt was für Polit-Romantiker.

Der Terror, so schaut’s aus, wird alle seine Ziele erreichen. Er macht uns Angst, er macht uns klein, er macht uns wehrlos.

Außer wir lassen das nicht zu. Es wird nicht reichen, zu beten, betroffen zu sein und Frankreich die Hand zu reichen. Europa muss jetzt zusammenstehen und eine klare Botschaft aussenden: Ihr feigen Terroristen werdet uns nicht brechen.

Jetzt E-Paper lesen