Angst um die Fristenlösung

Macht die Spitalsreform Schluss mit Abtreibungen? Wenn die Gynäkologie-Abteilung im AKh aufgelassen wird, droht ein rechtliches Desaster, warnt die Linzer Frauenstadträtin Eva Schobesberger (Grüne). Sie fordert die Verantwortlichen der Reform auf, Garantien für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche sicherzustellen.

„Die Schließung ist ein Affront gegenüber allen politischen Errungenschaften der vergangenen Jahre“, ärgert sich die grüne Stadträtin über das Vorhaben, die Gynäkologie-Abteilung vom Linzer AKh in die Landesfrauen- und Kinderklinik zu übersiedeln. Sie befürchtet, dass so die gesetzlich festgeschriebene Fristenlösung in Frage gestellt wird. Diese Angst kann Wolfgang Bayer, Leiter der Expertenkommission zur Spitalsreform nicht verstehen: „Die Fristenlösung ist ein Bundesgesetz und muss weiterhin angeboten werden.“
Grundlegende Fehler im Expertenpapier ortet Christian Horner von der SPÖ. Er versteht nicht, warum AKh und Kinderklinik in Zukunft nicht gemeinsam verwaltet werden. „Eine Zusammenarbeit bringt mehr als das Verlegen der Gynäkologie.“ Lob für die Spitalsreform kommt hingegen von der Industriellenvereinigung (IV), die das Bundesland auf dem Weg zur Vorzeigeregion in Sachen Gesundheit sieht. „Nur so kann unser Gesundheitssystem langfristig gesichert werden“, freut sich IV-Präsident Klaus Pöttinger. „Effiziente Versorgung soll vor parteipolitischen Interessen stehen“, meint auch Detlef Wimmer von der Linzer FPÖ, der die Standpunkte der Stadt-Grünen nicht nachvollziehen kann.



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