Neuer Gewalt-Hotspot

Angst um Sicherheit – immer mehr Wiener tragen Alarme

In Wien-Liesing häufen sich die Gewalttaten. Das hat spürbare Folgen für die Bevölkerung, verrät Patrick Gasselich, Obmann der ÖVP-Liesing.
Nicolas Kubrak
29.12.2024, 20:32
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Wird der 23. Bezirk das nächste Sorgenkind in der Hauptstadt? In den vergangenen Tagen hat die Einbruchskriminalität im Bezirk alarmierende Ausmaße angenommen. Vor Weihnachten wurden sechs Geschäfte in Liesing Ziel von Einbrechern. Die Besitzer klagen über zerstörte Türen und erhebliche Verluste – der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro.

"Mauer darf nicht Favoriten werden"

Doch die Serie der Gewalt hält an: Am Samstagmorgen drang ein maskierter Mann in eine Trafik ein, bedrohte die Angestellte mit einer Schusswaffe und flüchtete anschließend mit seiner Beute. Eine Sofortfahndung der Polizei blieb erfolglos – "Heute" berichtete.

"Heute" sprach mit Richard Lentz, einem Unternehmer, der den Überfall miterlebte und regelmäßig in der Gegend unterwegs ist. "Wir waren einmal eine ruhige Gegend, doch das ist nicht mehr der Fall", erklärt er. "Es gibt Leute, die sagen: 'Mauer darf nicht Favoriten werden'", so Lentz.

Richard Lentz bei der Maurer Punschhütte am Hauptplatz.
zVg

Andrang auf Taschen-Alarme

Auch bei den Bewohnern hinterlassen die Vorfälle Spuren, erklärt Patrick Gasselich, Obmann der ÖVP Liesing, im Gespräch mit "Heute". "Gerade das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung im Bezirk leidet seit einiger Zeit spürbar und viele Bewohner berichten davon, dass sie öffentliche Plätze im Dunklen meiden", so der Politiker.

Die Volkspartei will dem entschlossen entgegentreten und macht seit Monaten auf die Zustände in Liesing aufmerksam. So haben Gasselich & Co. Sicherheitsalarme verteilt, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern. Die Reaktion der Anwohner auf diese Aktion war enorm: Es wurden über 100 Termine ausgemacht oder sind in Planung. "Dies spricht eine ganz eindeutige Sprache – der Verunsicherung", sagt Gasselich.

"Situation mehr als nur angespannt"

"Die Sicherheitssituation in Mauer und ganz Liesing ist momentan mehr als nur angespannt. Die zuständigen Politiker der Stadt und des Bezirks dürfen nicht länger den Kopf in den Sand stecken – diese Vogelstraußpolitik muss sofort enden", appelliert der VP-Mann. Für Unsicherheit-Hotspots fordert er sofortige Videoüberwachung, direkte Hilfe für Betriebe und die Umsetzung von fehlenden Jugendzentren, erklärt er zu "Heute".

"Natürlich ist auch das Thema Integration zentral und die Stadt muss hier endlich entschlossen entgegenwirken. Nur durch rasches Handeln können wir Liesing und Mauer als sichere und lebenswerte Grätzel erhalten", so Gasselich abschließend.

{title && {title} } nico, {title && {title} } Akt. 29.12.2024, 20:37, 29.12.2024, 20:32
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