Angst vor Hunden: Mann mit Messer gegen Rottweiler

Rüde Begegnung zwischen einem Hausbesitzer (47) und einer Hundehalterin (42): Der Rottweiler sprang wegen Katzen beim Gartenzaun hoch, es kam zum Streit, der 47-Jährige holte ein Messer.

Wie Hund und Katz' hatten sich ein 47-Jähriger und eine 42-Jährige im Weinviertel verhalten. Die Blondine war im April mit ihrem Rottweiler Gassi, ging am Haus des Österreichers vorbei, der Rottweiler erblickte zwei Katzen und sprang beim Gartenzaun (rund 1,40 Meter) hoch.

Der gebürtige Kubaner, der in seiner Heimat zahlreiche illegale Hundekämpfe miterleben hatte müssen und seither panische Angst vor Hunden hat, bat die 42-Jährige, den Vierbeiner sofort zu entfernen. Die Frau soll provokant gesagt haben: „Ich lasse ihn los und dann wird er dich fressen." Der 47-Jährige holte ein Messer und hat laut Anklage in Richtung der Frau gesagt: „Lass den Hund frei, dann steche ich ihn ab und du kannst auch gleich kommen."

Shakehand vor Gericht

Jetzt mussten die beiden in Korneuburg auf die Anklagebank – er wegen gefährlicher Drohung, sie wegen versuchter Nötigung. „Er hat in Kuba viel erlebt, seine Angst ist somit verständlich", sagte Florian Höllwarth, der Anwalt des Mannes.

Doch der Zorn war vor Gericht wie weggeblasen, die beiden Angeklagten schüttelten sich die Hände. Das honorierte auch der sonst als streng bekannte Richter Manfred Hohenecker. Die Urteile: Zwei Jahre Probezeit für sie und auch zwei Jahre Probezeit im Rahmen einer Diversion für ihn sowie 150 Euro Gerichtskosten für ihn. (Lie)

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