Angst vor Russland: Schweden führt Wehrpflicht wiede...

Bild: Reuters

Vor sieben Jahren hat das neutrale Schweden den Grundwehrdienst abgeschafft, weil man ihn für nicht mehr zeitgemäß befand. Jetzt wird er wieder eingeführt - aus Angst vor russischer Aggression.

Bis 2010 mussten wie hierzulande nur Männer ihren Wehrdienst ableisten, dann wurde er abgeschafft, als man plante, ihn auch auf Frauen auszuweiten. Man befand Grundwehrdienst für die Bürger als nicht mehr nötig, da man mit dem Ende des Kalten Krieges keine unmittelbare militärische Bedrohung wahrnahm. Außerdem dachte die damalige Regierung, man könne die Planstellen beim Militär mit Freiwilligen befüllen.

Doch diese beiden Argumente sind nur sieben Jahre später obsolet geworden: Es mangle an Personal zum einen und zum anderen hat die Annexion der Krim durch Russland die Alarmglocken schrillen lassen. Der Nachbarstaat Finnland, der ja an Russland grenzt, hat ebenfalls begonnen, sein Militär aufzurüsten.

Nach den Plänen des schwedischen Parlaments, die sowohl von Regierung als auch Opposition befürwortet werden, sollen ab 2018 mindestens 4,000 junge Männer und Frauen im Alter von 18 Jahren für je elf Monate eingezogen werden.

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