Angst vor Wolfsrudeln lässt Salzburger Bauern zittern

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Schon im Vorjahr fielen mehrere Tiere auf einer Salzburger Alm den Wölfen zum Opfer. Auch heuer scheinen sie wieder zugeschlagen zu haben: Neun Jungtiere sind tot. Auch die Bildung eines Rudels wird nicht mehr ausgeschlossen.

Ein Almbauer in Käfertal in Fusch (Salzburg) meldete vor knapp zwei Wochen acht tote Lämmer und ein totes Kitz. Siesollen von einem Raubtier getötet worden sein, Wolfsbeauftragter Georg Rauer ist sich mittlerweile sicher: Es war ein Wolf.

Rauer hat zwei Kadaver untersucht und Gewebeproben genommen: "Vom Rissbild her war es nicht hunderprozentig einem Wolf zuzuordnen", so Rauer im "Kurier". Er will aber noch die DNA-Ergebnisse abwarten.

Schon im Vorjahr waren Wölfe in Salzburg unterwegs, das Land entschädigte Almbauern in 105 Fällen für Tiere, die von einem Wolf gerissen wurden. Eine Alm in Kaprun bleibt heuer unbewirtschaftet, dort gab es im Vorjahr besonders viele gerissene Schafe.

Albtraum der Bauern

Der Obmann der Pinzgauer Bezirksbauernkammer, Klaus Vitzthum, sieht darin langsam ein echtes Problem. Die Bauern seien verunsichert, vor allem weil man mit den aktuellen gesetzlichen Regelungen es schwer machen, die Wölfe in den Griff zu kriegen.

Es gelten strenge Schutzbestimmungen für Wölfe. Die Salzburger Almbauern befürchten nun, dass sich wie in Teilen Deutschlands ganze Wolfsrudel bilden könnten. Am Truppenübungsplatz Allentsteig in Niederösterreich gibt es bereits Hinweise auf ein Rudel.

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