Anklage nach Bombenfund in Wiener Hotel

Die drei Kärntner wurden nach dem Bombenfund festgenommen. (Symbolbild)
Die drei Kärntner wurden nach dem Bombenfund festgenommen. (Symbolbild)Bild: Fotolia
Die jungen Männer im Alter zwischen 22 und 24 Jahren hatten Rohrbomben gebastelt und in einem Wiener Hotel gelagert.

Die drei jungen Kärntner – ein Brüderpaar und deren Freund – werden sich wegen Vorbereitung eines Verbrechens durch Sprengmittel vor Gericht verantworten müssen.

Sie hatten aus abgeschnittenen Kupferrohren und Schwarzpulver mehrere Bomben gebastelt. Einer der Kärntner, die aus dem Bezirk Völkermarkt stammen, hatte die Bomben im April 2016 mit nach Wien genommen und in seinem Hotel in Favoriten unter dem Bett gelagert.

Betreiber fand Bomben unter Hotelbett

Der Hotel-Vermieter fand die funktionstüchtigen Sprengsätze unter dem Bett und alarmierte sofort die Behörden. Der 24-Jährige und sein 17-jähriger Begleiter wurden festgenommen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der jüngere Bruder des 24-Jährigen das "Mastermind" beim Bomben-Basteln gewesen sein dürfte.

Bereits Nägel an Rohren angebracht

Die Bomben waren als Osterböller in der Kärntner Werkstadt der Brüder hergestellt worden. Weil ihnen die Böller zu wenig laut waren, nahm der 24-Jährige zwei der Sprengkörper nach den Osterfeiertagen mit nach Wien, wo der gelernte Tischler vorübergehend auf einer Baustelle beschäftigt war. Seinen Angaben zufolge wollte er die Bomben mit zusätzlichen Utensilien "auffetten". Er hatte bereits Nägel an den Rohrbomben fixiert, um den Knall zu verstärken.

Den drei jungen Männern drohen im Fall von Schuldsprüchen im Sinne der Anklage Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Einen Prozesstermin gibt es noch nicht. (red)

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