Ein Niederösterreicher und ein Oberösterreicher (beide um die 40 Jahre alt) investierten über ihre Firma mit Sitz im Bezirk Melk insgesamt 32.909,05 Euro bei der Firma „Juicy Fields Holding“ via Überweisung auf ein zypriotisches Konto. Versprochen wurden Renditen von 20 bis 25 Prozent.
Statt dem großen Geld kam jetzt aber der große Schock. Die Plattform, die auf "Crowdgrowing" von Cannabis, also mehr oder weniger dem gemeinschaftlichen Anbau und Verkauf der Pflanze und ihren Produkten, setzt dürfte laut mehrere Quellen einen "Exit-Scam" im ganz großen Stil abgezogen haben. Also sich mit den Millionen der Anleger aus dem Staub gemacht haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Betroffen sind nicht nur die beiden eingangs erwähnten Männer aus Österreich, sondern zigtausende Anleger aus der ganzen Welt. Die deutsche BaFin "Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht" hatte zunächst eine Warnung ausgesprochen und Anfang Juni die öffentlichen Angebote von Vermögensanlagen in Form von Investitionsmöglichkeiten in Cannabispflanzen der Sorten Juicy Holdings wegen Verstoßes gegen das Vermögensanlagengesetz untersagt.
Nachdem der Plattform das Agieren in Deutschland verboten worden war, wurden dort Konten geschlossen, Auszahlungen verweigert und die Webseiten mehrfach geändert. Schlussendlich war das Geld der Anleger weg und die Betreiber auf Tauchstation.
Die beiden Österreicher, deren knapp 33.000 Euro momentan weg sind, erstatteten vergangene Woche Anzeige bei der Polizei in Persenbeug, zuvor gab es eine solche auch bereits in der Steiermark. Die Erhebungen laufen, dürften sich aber auf jeden Fall als hoch komplex erweisen.