Anrainer laufen Sturm gegen Salzburger Gämsen

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Die Handvoll Gämse, die sich den Kapuzinerberg in Salzburg zu ihrem Revier auserkoren haben, werden nun ein immer größeres Problem für die Anrainer. Ganz ohne Scheu fressen sie die Gärten der Berghänge leer. Der Salzburger Stadtjäger vermisst seit Kurzem drei seiner Tiere, und spricht in einem "ORF"-Bericht sogar von einem Wildererfall.

Die Handvoll Gämse, die sich den Kapuzinerberg in Salzburg zu ihrem Revier auserkoren haben, werden nun ein immer größeres Problem für die Anrainer. Ganz ohne Scheu fressen sie die Gärten der Berghänge leer. Der Salzburger Stadtjäger vermisst seit Kurzem drei seiner Tiere, und spricht in einem "ORF"-Bericht sogar von einem Wildererfall.

"Es sind zwar liebe Tiere, aber sie schaden uns", so ein Anwohner, dessen Garten regelmäßig von den Gämsen heimgesucht wird. Und er fühlt sich nicht allein belästigt. Eine andere genervte Anrainerin sagt: "Die gehen nicht weg. Da muss man mit Steinen werfen." Die Tiere sind längst an die Menschen gewöhnt und zeigen keinerlei Scheu. Von Seiten des zuständigen Magistrats ist man bemüht, eine Lösung zu finden.

Sepp Wiesner, seines Zeichens Jäger in der Stadt Salzburg, der sein Revier kennt wie seine Westentasche, vermisst in letzter Zeit allerdings drei seiner acht Gämse. Er kann auch nicht ausschließen, dass die Tiere eventuell einem Wilderer zum Opfer gefallen sind. Ein Kollege von ihm hatte nämlich erzählt, dass er letztens um vier Uhr in der Früh einen Büchsenschuss hörte. Beweise, dass sich jemand um die bei Teilen der Bevölkerung in Ungnade gefallenen Gämse "gekümmert" hat, gibt es allerdings nicht. Trotzdem erstattete er wegen Wilderei anzeige gegen unbekannt.

30 Steinböcke dürfen geschossen werden

Ganz anders die Situation auf der Hohen Wand in Niederösterreich. Dort hat sich die Population an Steinböcken derart gut entwickelt, dass die zuständige Bezirkshauptmannschaft nun 30 Tiere ab August zum Abschuss freigegeben hat. Mehr als 90 Steinböcke würden laut Experten die Hohe Wand bewohnen, und das ist laut Umweltanwaltschaft eine klare Bedrohung für die Natur.

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