Einfach hat es der SC St. Pölten nicht. Der Traditionsverein spielt seit Jahren auf einer viel zu kleinen und völlig heruntergekommenen Anlage. Lange schielte man auf den Platz eines anderen Traditionsvereins: Doch nachdem Sturm 19 endgültig Geschichte war, wurde beschlossen, dass die Anlage in einen Park verwandelt wird und der SC schaute einmal mehr durch die Finger.
Kürzlich keimte nun neue Hoffnung auf. Dem Verein wurde ein zukunftsträchtiger Standort für eine etwaige Übersiedelung in Aussicht gestellt. In einem nächsten Schritt soll nun die Fläche nahe der St. Pöltner Gartenstadt beim Kremserberg geprüft und ein mögliches Konzept für den Standort ausgearbeitet werden. Der entsprechende Antrag dazu im Gemeinderat beschlossen. Bürgermeister Matthias Stadler freute sich, dem "Traditionsverein eine gute Perspektive für die SportlerInnen und Funktionäre sowie die Stadt" anbieten zu können.
Doch wie die "NÖN" berichten, droht dem SC schon wieder Ungemach. Anrainer gründeten nämlich eine Interessensgemeinschaft, um den Bau der Sportanlage zu verhindern. Ein Bursch befürchtet gegenüber der Regionalzeitung etwa, dass sein Lieblingsplatz zum Frisbee-Spielen verbaut werden könnte und seine Mutter, dass der Fasan im Wald nicht mehr lustig krächzt, wenn am Kremserberg eine neue Heimat für über sportbegeisterte 100 Kinder und Dutzende erwachsene Fußballer geschaffen wird.