Anschlag aufs Rettungswesen

Eine Studie sorgt derzeit unter Niederösterreichs Rettern für Unruhe. Im Auftrag der Krankenkasse berechneten deutsche Experten, dass 81 von 157 Rettungsstellen in Niederösterreich geschlossen werden müssten. Das Rote Kreuz spricht von unseriöser Panikmache.

Eine Frau wurde am vergangenen Wochenende in Eichgraben (Bez. St. Pölten-Land) von einer Wespe in den Hals gestochen. In sieben Minuten waren örtliche Retter da, machten den Luftröhrenschnitt. Von einem anderen Standort aus hätten sie mindestens 30 Minuten gebraucht. Die Frau wäre tot.
Und trotzdem: Das Papier, das im Vorjahr im Auftrag der Kassen erarbeitet wurde, könnte radikaler nicht sein. Die Organisation der Rettungsdienste sei ineffizient. 81 von 157 Ortsstellen in Niederösterreich müssten aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden.
Als absurd weisen die Rettungsorganisationen die Pläne zurück. Landeskommandant Fritz Eigenschink: Gerade im Rettungswesen zählt jede Minute. Da kann man nicht nur nach Wirtschaftlichkeit gehen. Außerdem basiert unser System auf Freiwilligen. Löst man Dienststellen auf, verliert man diese Helfer. Laut Eigenschink werde keine einzige Rettungsdienststelle geschlossen.

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