Anschlag in Syrien: Bis zu 200 Tote

Bild: Reuters
Bei mehreren Bombenanschlägen in einem syrischen Dorf wurden am Dienstag nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten bis zu 200 Menschen getötet.

Wie die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, ereignete sich die Anschlagserie in einem alawitischen Dorf im Zentrum Syriens. Zur Minderheit der Alawiten gehört auch Präsident Bashar al-Assad.

Die Opferangaben schwankten jedoch erheblich. Nach einem Bericht der in Großbritannien befindlichen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gab es mindestens 125 Todesopfer. Lokale Gruppen berichteten sogar von 200 Toten, andere Quellen gaben die Zahl mit zehn weit niedriger an. Die Aufständischen eroberten nahe der Großstadt Aleppo die letzte Hochburg der Armee in der Region.

Laut dem Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, war zunächst unklar, ob Rebellen hinter den Anschlägen standen. "Aber wenn dies der Fall ist, ist es die größte Racheaktion der Rebellen" gegen alawitische Zivilisten, sagte er der Nachrichtenagentur "AFP".

Bereits zuvor hatte es geheißen, in der nordsyrischen Provinz Aleppo hätten Rebellen 35 Soldaten getötet, die zuvor von einem Stützpunkt in der Region Sheikh Suleiman vertrieben worden waren. Angeblich machten die Rebellen, zu denen auch Kämpfer der islamistische Al-Nusra-Front gehörten, 64 Gefangene. Die Al-Nusra-Front soll laut Medienberichten bald auf die "Terroristen-Liste" der USA gesetzt werden.

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